2019 M05 24, Fri

Rescue Day 2019

:

in Velden / Vils

So manches Autoherz blutete wohl als am 25. Mai in Velden zig neue Autos zu Schrott verarbeitet wurden. Für die Feuerwehren des Landkreises war es jedoch ein Tag der viele neue Eindrücke und Erfahrungen vermittelte.

Die FF Velden organisierte unter Leitung von Markus Zankl einen „Rescue Day“, der erstmalig im Landkreis Landshut stattfand. Das Ziel dabei ist Einsatzsituationen nachzustellen, die täglich passieren können aber in den einzelnen Feuerwehren so nicht geübt werden können. Dabei geht es um aktuelle Antriebstechnologien wie Elektro und Gas aber auch Verbrennungsmotoren oder Materialien wie z.B. Karbon. Die meisten Feuerwehren können nur an alten Schrottautos üben und selten an den neuesten oder besonderen Fahrzeugen, deshalb fehlen hier die Erfahrungswerte für den Einsatz. Jedoch sind die Erwartungen hoch, dass die fachliche Kompetenz im Ernstfall vorhanden ist. Die Firma Weber Rescue Systems stellte die technischen Geräte wie z.B. Spreizer und Schneidaggregate. Ein Highlight unter den Autos war ein teilweise gepanzerter Rolls-Royce.

Um einen Busunfall in Hanglage möglichst realistisch darzustellen, waren zahlreiche Jugendfeuerwehrler aus dem Landkreis als Statisten dabei. Sie wurden mit Kunstblut geschminkt und forderten Feuerwehr und Rettungsdienst physisch sowie psychisch. Die Teenager spielten die verängstigten und unter Schock stehenden Schulkinder mit Bravour, sodass mancher Retter schnell vergaß, dass es sich hier eigentlich „nur“ um eine Übung handelte.

Das Feedback zu diesem Tag war aus den Feuerwehren bislang nur positiv, so Markus Zankl. Aus Altfraunhofen waren Erwin Huber, Georg Huber, Stephanie Huber und Markus Jell, sowie unsere Statisten dabei.